Bewerber:
So finden Sie gute Informatiker

Das Dilemma mit dem Wirtschaftsinformatiker

Der junge Bewerber, der vor mir sitzt, wirkt ratlos. Er ist 25. Wirtschaftsinformatiker, kurz vor Ende des Studiums. Er hat brilliante Jobaussichten. Das  Angebot einer großen IT-Beratung liegt auf dem Tisch. Mit einem Kommiltonen hat er ein Startup im B2C-Bereich gegründet. Seit zwei Jahren jobbt er außerdem neben dem Studium bei einer großen Versicherung. Es läuft also top. Er ist genau der gesuchte Bewerber, um den sich die Arbeitgeber reißen. Sie auch – oder doch nicht?

Denn der Bewerber sagt Dinge wie “Ich zögere das Ende von meinem Studium heraus, weil ich mich nicht entscheiden kann.” Er erklärt, was ihm wichtig ist: Eine gesunde Work-Life Balance. Nächstes Jahr will er Marathon laufen. Das Training dafür will er nicht drangeben. “Auf keinen Fall.” Sicherheit im Job ist ihm wichtig. Aber auch: gutes Geld verdienen. Und Abwechslung, ja, das will er. Dafür aber nicht ständig reisen müssen wie bei der Beratung. Ein Unternehmer ist er nicht – denkt er. Trotzdem macht er mit beim Startup. Vielleicht kommt ja was dabei raus.

In Summe: Er überlegt. Hält sich alle Türen offen. Und blockiert sich selber.

Welche Bewerber brauchen Sie in Ihrer Firma?

Fragen Sie sich: Würden Sie den Bewerber einstellen?

Schließlich ist der 25jährige so etwas wie der Idealkandidat, ein “High-End Profil”, wie es alle suchen. Ein studierter Informatiker, noch dazu mit wirtschaftlichem Background. Einer, der sogar schon Erfahrung aus verschiedenen Bereichen mitbringt, von Old-Industry bis Startup.

Unbestritten: Er hat Potenzial. Aus ihm kann etwas werden. Er ist die Generation von Bewerbern unter 30, die fachlich gut ist. Aber: Die fachliche Qualifkation ist nicht alles – gerade heute.  Mehr denn je ist nötig, dass Ihre Mitarbeiter auf ungewöhnliche Lösungen zu kommen. Komplexe Kundenprojekte brauchen den Blick über den Tellerrand. Brauchen die Bereitschaft, zum “Einfach mal machen.” Zum Ausprobieren. Zum Risiko eingehen, zum Fehler machen.

Der junge Wirtschaftsinformatiker hat nicht zu wenig Möglichkeiten – er hat eher zu viele. Und er hat noch unrealistische Vorstellungen vom Arbeitsmarkt, trotz praktischer Erfahrung aus dem Nebenjob. Einen Tod wird er sterben müssen.  Also entweder viel Geld verdienen und dafür hart arbeiten. Oder aber einen ruhigeren Job haben und dafür Zeit für Hobbies. Es geht nicht alles, auch nicht in einem Bewerbermarkt.

Wenn Sie Arbeitgeber sind: An Profilen wie dem seinen scheidet sich die Spreu vom Weizen. Nämlich, ob Sie einen Mitarbeiter finden, mit dem Sie wirklich etwas reißen – oder einen Mitläufer.

Das sollten Ihre Informatiker können

Mehr denn je brauchen Firmen Informatiker, die gelernt haben, komplexe Probleme zu lösen. Grob gesagt gibt es dabei drei fachliche Kategorien: Einmal die High End-Informatiker: Das sind diejenigen, die in Bereichen wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz arbeiten. Gerne werden hier Bewerber mit Doktortitel genommen. Das ist die ganz rare Spezies, die, bei denen der Markt leergefegt ist. Arbeitgeber suchen diese Spezialisten auf Konferenzen und arbeiten frühzeitig mit Unis zusammen, um sie herauszufiltern.

Am anderen Ende der Jobleiter stehen Programmierer mit Standardskills, also z.B. die klassischen App Entwickler oder Interface Designer. Von denen gibt es eine wahre Schwemme auf dem Markt. Es sind Mitarbeiter, die oftmals lediglich gesagt bekommen – und wollen -, was zu implementieren ist.

Dazwischen liegt der Typus Informatiker, um den es hier geht – nämlich der, der querdenkt. Der, wenn er z.B. Entwickler ist, kreativ Lösungen für neuartige Probleme entwickelt. Der flexibel die jeweils beste Sprache für das aktuelle Problem anwendet und dabei nicht auf vorgefertigte Software-Bibliotheken zurückgreift – schlicht weil es die gar nicht gibt. Manche dieser Informatiker haben Potenzial für Management-Aufgaben. Andere fühlen sich ganz wohl in ihrer Linie, sind aber die verlässliche Eminenz im Hintergrund, die etwas wegstemmt. Und wenn es sein muss, dafür bis Mitternacht in der Firma bleibt.

Diesem Typus gemeinsam ist: Er löst komplexe Probleme kreativ. Mit Biss. Und mit Einsatz. Summa summarum: Diese Bewerber benötigen Arbeitgeber heute.  Sie auch? Ob unser 25Jähriger das leisten kann? Ich habe Zweifel.

Kategorien

Kunden Beispiele

Ich staune noch heute, mit welcher Klarheit uns Paula Brandt innerhalb kurzer Zeit zu unserem neuen Geschäftsmodell geführt hat. Sie scheint die Fähigkeit zu haben, in alles Strukturen hereinzubringen.

CEO, Infrastruktur Beratung

Das Allerwichtigste? Wir haben unsere KPIs endlich erreicht. Aber ehrlich gesagt war mir das Feedback einer meiner Führungskräfte noch wichtiger: ‚Sie haben die Herzen der Mitarbeiter erreicht.‘ Jemals dahin zu kommen hätte ich vor den Sparring-Sitzungen mit Paula Brandt ganz bestimmt nicht erwartet.

Geschäftsführer, Auslandsniederlassung Technologie-Konzern

Endlich mal nicht so ein Kästchenmaler. Paula Brandt hebt sich angenehm von anderen Strategieberatern ab, weil sie 100% Pragmatismus mitbringt. Aus meiner Sicht hat sie eine Alleinstellung.

Geschäftsführer, Maschinenbau-Unternehmen

Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen. Es war nicht nur fachlich zielführend, sondern auch eine Bereicherung, Sie als Persönlichkeit kennen gelernt zu haben.

Vertriebsleiter, Rechenzentrum

Ihr direkter Draht zu uns

Zeche Zollverein Katernberger Straße 107 45327 Essen

Phone: +49 201 299 799 88

Web: www.paula-brandt.de

Tipps für Ihre Bewerbersuche

Achten Sie also neben allen formalen Qualifikationen auch und vor allem auf die Persönlichkeit Ihrer Bewerber. Wieviel Biss haben die? Wie unternehmerisch denken sie? Egal ob Sie sprunghaft wachsen oder sich auf einem umkämpften Markt behaupten, Sie brauchen die besten Köpfe. Das sind oft nicht die mit dem geraden Lebenslauf.  Sondern echte Typen. Und eben: Ja, das können auch Quereinsteiger sein. Nach wie vor. Deshalb: Es macht Sinn, Wenn Sie Ihren Suchscheinwerfer weiter als bisher schweifen lassen.

Und der Rat an den 25jährigen? Der kann nur lauten: “Trau dich. Mach Erfahrungen, soviele wie möglich.” Soviel kann er gar nicht falsch machen. Er soll mit einer Sache starten. Schauen ob die ihm gefällt, dann auch mal wechseln – und dabei herausfinden, was sein Ding ist. Fehler machen? Aber klar. Das bringt ihn weiter. Der Markt für Wirtschaftsinformatiker gibt das her. So hat er die Chance, zum Kandidaten mit Biss zu werden – zu Ihrem Wunschkandidaten.

Sie sind Arbeitgeber und wollen attraktiv für die richtigen Bewerber werden?

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Hintergrund zum Artikel

  • Paula Brandt erinnert sich selber an ihren eigenen Jobeinstieg: Sie hatte sich beworben bei einem mittelständischen Hamburger Systemhaus. Der Chef saß damals vor ihr und schoß die entscheidende Frage ab. “Waren Sie schon mal im Internet?” Nein, war Paula nicht. Was heute unglaublich anmutet, war damals aber völlig normal. Und der Firmenchef hat Paula trotz dieser Antwort als Projektleiterin Internet eingestellt. Seine Begründung: “Ich brauche Typen wie Sie.”

  • Vor vor 20, 30 Jahren, zu Beginn der Informatik, herrschte Goldgräberstimmung. Große Firmen? Weltweite Tätigkeit? Na klar, alles war möglich.  Es galt einmal hereinzukommen, dann aber etwas zu leisten. Paula Brandt ist 2007 bei Microsoft gestartet – acht Interviews vor der Einstellung waren damals Usus. Das erste Treffen von Paulas neuer Einheit bei Microsoft war auf Puerto Rico. Weitere exotische Einsatzgebiete wie Cancun, Aruba, Mallorca folgten.

  • Nach wie vor gilt: Wenn Sie wollen, dass Ihre Beschäftigten auf wirklich ungewöhnliche Lösungen kommen, erfordert das Reibung. Paula Brandt erinnert sich selber noch sehr gut an einige Geisteswissenschaftler – Quereinsteiger -, die bei Microsoft Karriere gemacht hatten. Damals. Sie hatten sich auch getraut, Ranghöhere in Schranken zu verweisen – wenn es im Sinne der Sache war. Stellen Sie sich selber die Frage: Wäre das bei Ihnen in der Firma ohne Folgen für die weitere Karriere Ihres Mitarbeiters möglich?

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2019-04-25T17:47:41+00:00

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