Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Leben? Dieser Frage gehen wir beim Wissenschaftsabend der Stadt Essen nach. Experten aus Wissenschaft und Praxis beleuchten die Bedeutung Künstlicher Intelligenz für ihr jeweiliges Fachgebiet und werfen einen Blick in die Zukunft.

KI in der Medizin

 

 

 

 

 

Chirurgenroboter? Dazu hat ->Prof. Dr. Clemens Kill eine klare Meinung: Davon sind wir noch ganz weit entfernt. Er ist Direktor des Zentrums für Notfallmedizin an der Universitätsklinik Essen. Künstliche Intelligenz vergleicht er in der Medizin mit einer gut ausgestatteten Werkzeugkiste. Beim Hausbau sind Schraubenzieher oder Hammer wirklich hilfreich. Dennoch bauen nicht die Werkzeuge das Haus, sondern der Mensch, der sie bedient. Parallel verfügt auch ein Arzt über einen Werkzeugkasten, der ihm dabei hilft, effektiver zu arbeiten. So kann eine KI schnell steigendes oder fallendes Fieber erkennen und ein Alarmsignal an den Arzt senden. Nach wie vor wird die eigentliche lebensrettende Aktion aber vom Menschen ausgeführt: Die KI hilft nur dabei, dass sie schneller stattfindet. Sprich: Eine KI ist immer nur so gut wie ihr Programmierer. Sie ist darauf ausgerichtet, Muster bei Krankheiten zu erkennen. Aber das alleine rettet die Menschen nicht. Oft treten zusätzlich Paramater auf, die sehr individuell sind und außerhalb vom Rahmen fällt, den eine KI nicht erfasst.

Zusammengefasst kann mal also sagen: KI bereichert die Medizin, weil sie das Personal sinnvoll unterstützt. Sie ersetzt aber keinen Arzt.

Autonome Automobilität und KI

 

 

 

 

 

Werden wir bald von Roboterautos chauffiert? ->Prof. Dr. Gregor Schiele hält es für möglich. Eine seiner Theorien ist jedoch: Die Zahl der Unfälle wird erstmal zunehmen, bis es dann gut funktioniert. Aber nicht die KI ist schuld. Die Menschen müssen auch ihren Teil dazu beitragen. Experten unterscheiden das Autonome Fahren in fünf Stufen. Von Stufe 1: Einem Auto ohne helfende Fahrfunktion. Bis Stufe 5: Dem autonomen Fahren, bei dem es kein Lenkrad oder keine Pedale mehr gibt. Das Auto übernimmt alle Fahraufgaben selbst.

Wo stehen wir? Wir befinden uns heute auf Stufe 3, dem hochautomatisierten Fahren. Das Auto kann längere Autobahnstrecken automatisch fahren. Der Fahrer muss allerdings die Steuerung wieder übernehmen können, wenn ihn die KI dazu auffordert.

Die Stufe 4 bereitet vielen Experten Sorgen. In der ist das Fahrzeug voll automatisiert. Der Mensch kann tatsächlich beim Fahren auch einige Stunden schlafen. Einen Alarm erhält er nur in Notsituationen, bei denen er dann eingreifen muss. Aber kann ein Fahranfänger, der nur gelernt hat vollautomatisiert zu fahren, während einer Notsituation richtig eingreifen und das Fahrzeug selber führen? Das sieht Prof. Dr. Schiele kritisch. Er geht davon aus, dass es in dieser Phase viele Verkehrsunfälle geben wird. Das Problem liegt dann tatsächlich beim Menschen: Die KI ist zwar in der Lage, einen Notfall zu melden und zu reagieren, aber der Mensch muss dann über die Ausführung entscheiden. Das ist fehleranfällig. Vielleicht ist er abgelenkt oder überfordert. Deshalb schlägt Prof. Dr. Schiele vor: Direkt auf die Stufe 5, das vollautonome Fahren ohne Eingreifmöglichkeiten, gehen. Denn bei der gibt es die Prognose, dass die Anzahl der Unfälle signifikant reduziert wird. Aber wenn wir heute an die vielen begeisterten Autofahrer auf deutschen Autobahnen denken: Wie wahrscheinlich ist, dass die Deutschen großflächig ihr Fahrvergnügen aufgeben?

Macht KI den Menschen dumm?

 

 

 

 

 

 

Die KI als Maschine, die uns die beste Route heraussucht. Oder als Suchmaschine fürs Web. Oder als neuer Taschenrechner, der viel mehr kann als früher. Das kennen wir schon heute:  Im Bereich Dateninterpretation bereichert KI unseren Alltag. Der Google Translator hilft z.B. Behörden, einfacher zu kommunizieren. Die Mitarbeiter brauchen keinen Sprachen mehr zu lernen, weil ihr automatischer Übersetzer ihre Sätze in jede denkbare Sprache übersetzt. Kurzfristig ist das erstmal eine große Arbeitserleichterung, aber wie gut funktioniert das wirklich? Muss der Mensch gar nicht mehr denken? ->Reinhard Karger ist Unternehmenssprecher vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und führt Beispiele an, die diese Frage eindeutig beantworten:

Ein Mädchen steht an einer Haltestelle. Sie – die Haltestelle – ist rostig. In der automatischen  Übersetzung ist aber nun das Mädchen rostig.

Ein Mädchen steht vor dem Kino und ist wütend. Aber automatisch ins Englische übersetzt? Nun ist das Kino wütend.

Auch wenn dies nur kleine und lustige Beispiele sind, zeigen sie, dass eine KI üblicherweise nach „Schema F“ vorgeht. Dadurch macht Reinhard Karger deutlich, dass KI-Systeme letztlich nicht ohne den Menschen funktionieren. Denn auch wenn der Google Übersetzer für uns übersetzt, können wir uns nie sicher sein, dass es auch wirklich korrekt ist. Der Mensch programmiert die KI, nutzt sie – und am Ende ist er auch die letzte Instanz, die eine Entscheidung über das Ergebnis trifft und eventuell eingreift.

Auch ->Prof. Dr. Stefan Heinemann, von Haus aus Wirtschaftsethiker, betont, dass Werte für die Verwendung von KI definiert werden müssen. Beispielsweise stößt die Datingapp Tinder auf große Ablehnung bei Älteren. Für viele junge Menschen ist die App allerdings Normalität, also nicht anders wie eine nette Unterhaltung per WhatsApp. Wer sagt also, was in Zukunft künftig genutzt werden soll? Was der neue Standard ist? Oder gibt es viele verschiedene Modelle nebeneinander? Sprich: Was künftig die Norm ist – also die Werte, nach denen wir leben wollen –, müssen aus verschieden Perspektiven betrachtet und erarbeitet werden. Besonders junge Menschen sollten sich in diese Diskussion einbringen, da sie dadurch ihre Zukunft gestalten. Ob Arbeit, Leben und Lieben: Sie definieren, nach welchen Werten sie leben wollen. Die Forschung in der KI folgt dann nach und erleichtert ihr Zusammenleben – und nicht umgekehrt.

Was ist KI heute? Ein Fazit

 

 

Intelligente Algorithmen können schon heute Tätigkeiten des Menschen übernehmen. Monotone Arbeiten können genauso wie bestimmte körperliche Arbeiten durch Roboter schneller und günstiger bewältigt werden.

Es bleibt aber festzuhalten: In kreativen, kommunikativen und pflegenden Tätigkeiten ist der Mensch der KI überlegen. Heute kann die Künstliche Intelligenz Bilder anschauen und Texte lesen. Aber nach wie vor versteht sie nicht, was sie da sieht oder liest.

Und kann die Forschung jetzt die KI schlauer machen? Versuchen tut sie es momentan, z.B. indem sie der KI Trainingsdaten vorsetzt. So erhält sie beispielsweise vorab eine Information, was an einem Bild wie einem Gehirnabbild mit Tumor interessant ist. Dadurch lernt sie immer besser, ähnliche Strukturen auf anderen Bildern zu erkennen. Bislang stößt dieses „KI-Trainingslager“ aber an Grenzen: Nämlich immer dann, wenn es um komplexe Bildabfolgen geht, z.B. in der Medizin.

Unser Fazit: KI-Systeme helfen, einen Prozess zu beschleunigen. Allerdings beschränkt sich das derzeit auf die statistische Auswertung. Als Werkzeug sind sie hilfreich. Aber, vielleicht zum Glück: Der Mensch trifft nach wie vor die Entscheidung.

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Kunden Beispiele

Ich staune noch heute, mit welcher Klarheit uns Paula Brandt innerhalb kurzer Zeit zu unserem neuen Geschäftsmodell geführt hat. Sie scheint die Fähigkeit zu haben, in alles Strukturen hereinzubringen.

CEO, Infrastruktur Beratung

Das Allerwichtigste? Wir haben unsere KPIs endlich erreicht. Aber ehrlich gesagt war mir das Feedback einer meiner Führungskräfte noch wichtiger: ‚Sie haben die Herzen der Mitarbeiter erreicht.‘ Jemals dahin zu kommen hätte ich vor den Sparring-Sitzungen mit Paula Brandt ganz bestimmt nicht erwartet.

Geschäftsführer, Auslandsniederlassung Technologie-Konzern

Endlich mal nicht so ein Kästchenmaler. Paula Brandt hebt sich angenehm von anderen Strategieberatern ab, weil sie 100% Pragmatismus mitbringt. Aus meiner Sicht hat sie eine Alleinstellung.

Geschäftsführer, Maschinenbau-Unternehmen

Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen. Es war nicht nur fachlich zielführend, sondern auch eine Bereicherung, Sie als Persönlichkeit kennen gelernt zu haben.

Vertriebsleiter, Rechenzentrum

Ihr direkter Draht zu uns

Zeche Zollverein Katernberger Straße 107 45327 Essen

Phone: +49 201 299 799 88

Web: www.paula-brandt.de

Über die Autorin:
Tatjana Guseva ist bei der Go for the 100-Beratung zuständig für Marketing. Zu ihren Aufgaben zählt die Organisation von Events, die Betreuung des YouTube-Kanals sowie der Social-Media-Aktivitäten.

Tatjana Guseva, Mitarbeiterin Marketing

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