Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist eine erfüllende Aufgabe, kann aber auch eine große Herausforderung sein. Wie dies gelingen kann, schildert Paula Brandt. Es ist ihr ein Herzensanliegen, Unternehmer zu fördern. Dazu hält sie Vorträge und schildert ihren Werdegang als erfolgreiche Firmenchefin. Sie wurde diesmal von der Mülheim & Business GmbH als Referentin für angehende Unternehmerinnen eingeladen.

Herzensanliegen: Förderung von Unternehmertum

 

 

 

Der Seminarraum im Haus der Wirtschaft in Mülheim ist heute Abend überfüllt. Dutzende Unternehmerinnen sind für den Vortrag gekommen. Kay Zellmann von der  ->Mülheim & Business GmbH begrüßt die Teilnehmerinnen und Paula Brandt. Er hat sich ein besonderes Format für diese Veranstaltung ausgedacht: Die Referentin plaudert aus dem Nähkästchen und teilt ihre Erfahrungen als erfolgreiche Unternehmerin. Das macht den Vortrag und die daran anschließende Diskussion sehr persönlich.

Ich schaue mich um, die Atmosphäre ist besonders: Die Gespräche sind engagiert, persönlich, emotionsgeladen. Ein Vortrag exklusiv nur für Unternehmerinnen. Sie stellen sich und ihre Projekte vor. Sie sind unterschiedlichen Alters und kommen aus verschiedenen Branchen, z.B. aus dem Bereich Verpackung und Logistik oder Mode. Was ist ihnen gemeinsam? Sie alle wollen wissen, wie sie ihre Firma als Gründerin oder Unternehmerin in den ersten Firmenjahren vorne im Markt platzieren. Sie wünschen sich von Paula Brandt konkrete Erfahrungen und Tipps & Inspiration.

Vortrag: 7 provokative Thesen widerlegt

 

 

 

 

 

Für Paula Brandt ist es heute kein gewöhnlicher Vortrag. Bei Microsoft war sie in einer weltweiten Rolle häufig als einzige Frau in einer männerdominierten Technikwelt unterwegs. Heute ist sie aber hier, um Unternehmerinnen zu fördern. Ihr Vortrag trägt den provokativen Titel: „Ich bin keine Unternehmerin – von wegen!“, ein Satz, der offensichtlich vielen Teilnehmerinnen durch den Kopf geht.

Was führt zum Erfolg? Es ist vor allem “der starke Wille” und “ein unternehmerischer Spirit“ so Paula Brandt. Aber auch der Umgang mit Herausforderungen. Sie zeigt die typischen Themen “neuer” Unternehmer auf dem Markt: Orientierungslosigkeit, fehlende Tools, zu wenig Vertriebs- und Marketing Know How, mentale Hürden. Und nicht zuletzt fehlende Vorbilder.

Paula Brandt hat heute keinen Vortrag mit vielen Folien mitgebracht, stattdessen stellt sie 7 provokative Thesen auf. Sie beschreiben typische Situationen, die Gründern begegnen. Paula Brandt macht Mut: „Sie lernen beim Gehen und der Lohn für den, der sich auf den Weg macht, ist hoch“.

Warum Sie den Spruch “Such dir doch einen sicheren Job in einer sicheren Branche” nicht ernst nehmen sollte

Was ist an diesem Rat wirklich dran?

Das ist einmal die reine Außensicht: In Deutschland sind 90 % Angestellte und nur 10 % Unternehmer. Die Empfehlung „Such dir doch einen sicheren Job in einer sicheren Branche“ kommt also meistens von den Angestellten. Wichtig zu wissen: Fast jeder rät zu dem, was für ihn selber passt.

Die Innensicht sieht dagegen so aus: Ein Angestellter ist größtenteils fachlich unterwegs. Wer nicht per se aus einem Unternehmer-Haushalt kommt, lernt meistens nicht, wie es mit einer Selbständigkeit geht. Deshalb haben viele Angst, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt.

Wichtig dabei: Durchhalten. Nicht die Motivation verlieren.  Denn: Es geht um mehr als um einen sicheren Job. Es geht darum, Träume zu leben, sich zu verwirklichen, ein Lebenswerk auf die Straße zu bringen. Deshalb macht Paula Brandt Mut. Sie stellt Tools zum Faktencheck vor der Gründung, zur Vorbereitung auf die Selbständigkeit und zum Durchhalten vor.  „Sie können sicher sein: Wenn eine Tür zugeht, geht eine neue auf”, so Paula Brandt.

Warum  die These “Ich brauche noch mehr Qualifikationen bevor ich mich selbständig mache” den Nagel nicht auf den Kopf trifft

Diesem Denkfehler unterliegen nicht nur viele Frauen bei der Gründung, sondern auch Männer. Sie bilden sich weiter und vertiefen ihr Wissen über Jahre, bevor sie gründen. Sprich: Es vergeht sehr viel Zeit, bevor sie tatsächlich “springen”. Warum das nicht das beste Vorgehen ist, zeigt Paula Brandt anhand von vielen Beispielen. Denn: das Wichtigste lernt ein Selbständiger erst beim Gehen – sprich: wenn er oder sie sich auf den Weg gemacht hat. Es gilt dabei, solide zu planen, auf den Vorerfahrungen aufzubauen, einen realistischen Blick zu bewahren und ein klares Zielbild vor Augen zu haben.

“Als Selbstständige arbeitest du 24/7”. Das muss nicht stimmen

Vielen Teilnehmerinnen aus der Runde macht diese Perspektive Angst. Sie fürchten, dass ihr Privatleben auf der Strecke bleibt. Aber: Welcher Zeitaufwand ist für eine Selbständigkeit tatsächlich nötig? Klar wird: Es gilt, einen eigenen Weg zu einer guten Performance finden. Dabei können Tools helfen. Paula Brandt empfiehlt: Gute Unternehmer sollten immer zwei Hüte gleichzeitig aufsetzen. Einmal müssen sie in die Rolle des Chefs schlüpfen. Die müssen sie dann aber auch wieder abgeben und in die Rolle des Angestellten wechseln. In der arbeiten sie dann das ab, was sie als Chef selber vorgegeben haben.

“Stichwort Akquise: Ich bin keine Verkäuferin. Ich will nicht den ganzen Tag am Telefon hängen.” Warum diese Perspektive Ihnen nicht Angst machen muss

Sie stehen vor einem Problem: Sie möchten mit einem Angebot gute Preise auf dem Markt erzielen. Dazu am besten noch mit einer Zielgruppe, die zu Ihnen passt. Paula Brandt erklärt, was die angehenden Unternehmerinnen in der Gründungsphase wirklich an Vertrieb leisten müssen und warum ihr Umsatz vorher berechenbar ist.

“Ich habe keinen echten USP” und “Hilfe, ich habe einen Bauchladen.” Warum eine Alleinstellung gar nicht unbedingt nötig ist

Paula Brandt beginnt mit der Frage: „Können Sie in wenigen ganz einfachen Sätzen sagen, was Sie tun?“.  Sie zeigt, dass es einige Überlegung vorab braucht, um dahin zu kommen. Es gilt, Argumente zu sammeln und sich Gedanken zur passenden Positionierung zu machen. Sie gibt den Teilnehmerinnen folgende Fragen an die Hand:

  • Was mögen Sie?
  • Wen mögen Sie –wer ist Ihre bevorzugte Zielgruppe?
  • Was ist deren größtes Problem?
  • Wie können Sie dies lösen?
  • Wie gehen Sie in den Markt, um ihre Zielgruppe davon zu überzeugen?

“Eine gute Geschäftsidee passt auf die Rückseite einer Visitenkarte” fasst Paula Brandt zusammen. Stichwort Bauchladen: Verschiedene Angebote sollten nie unter einer Geschäftsidee zusammengefasst sein. Ein spitzes Angebot zahlt sich am Markt aus. Wer zwei sehr unterschiedliche Dienstleistungen oder Produkte anbietet, sollte diese besser getrennt voneinander vermarkten.

Warum es keine pauschalen Empfehlungen für das Thema “Setup: Alleine gründen oder mit anderen?” gibt

Paula Brandt hat ihre erste GmbH mit zwei Männern gegründet. Heute sagt Sie: „Es geht auch ohne Partner“. Das ist aber ein sehr persönliches Fazit und hängt von der jeweiligen Situation vom Gründer ab. Paula macht deutlich: Jeder muss für sich herausfinden, wie er oder sie ein passendes Geschäftsmodell liefern kann, ob im Gründungsteam oder als Einzelkämpfer. Sie zeigt anhand konkreter Beispiele, welche Möglichkeiten es gibt.

Inspirierte Gründerinnen

 

 

 

 

 

Nach dem Vortrag ist der Abend noch nicht beendet. Es entsteht eine lebhafte Diskussion. Die Teilnehmerinnen sind inspiriert. Frage folgt auf Frage. Jede Unternehmerin möchte jetzt ganz konkreten Rat zur eigenen Situation. Deutlich wird: Paula Brandt macht ihnen Mut für ihr eigenes Unternehmertum – und das kommt an:  “Paula Brandt hat mich mitgerissen.” Oder: “Ich habe Paula Brandt als ganz klar erlebt. Sie ist aus einer Männerdomäne hervorgegangen und hat sich durchgesetzt.”

Kategorien

Kunden Beispiele

Ich staune noch heute, mit welcher Klarheit uns Paula Brandt innerhalb kurzer Zeit zu unserem neuen Geschäftsmodell geführt hat. Sie scheint die Fähigkeit zu haben, in alles Strukturen hereinzubringen.

CEO, Infrastruktur Beratung

Das Allerwichtigste? Wir haben unsere KPIs endlich erreicht. Aber ehrlich gesagt war mir das Feedback einer meiner Führungskräfte noch wichtiger: ‚Sie haben die Herzen der Mitarbeiter erreicht.‘ Jemals dahin zu kommen hätte ich vor den Sparring-Sitzungen mit Paula Brandt ganz bestimmt nicht erwartet.

Geschäftsführer, Auslandsniederlassung Technologie-Konzern

Endlich mal nicht so ein Kästchenmaler. Paula Brandt hebt sich angenehm von anderen Strategieberatern ab, weil sie 100% Pragmatismus mitbringt. Aus meiner Sicht hat sie eine Alleinstellung.

Geschäftsführer, Maschinenbau-Unternehmen

Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen. Es war nicht nur fachlich zielführend, sondern auch eine Bereicherung, Sie als Persönlichkeit kennen gelernt zu haben.

Vertriebsleiter, Rechenzentrum

Ihr direkter Draht zu uns

Zeche Zollverein Katernberger Straße 107 45327 Essen

Phone: +49 201 299 799 88

Web: www.paula-brandt.de

Links zum Artikel

Über die Autorin:
Tatjana Guseva ist bei der Go for the 100-Beratung zuständig für Marketing. Zu ihren Aufgaben zählt die Organisation von Events, die Betreuung des YouTube-Kanals sowie der Social-Media-Aktivitäten.

Tatjana Guseva, Mitarbeiterin Marketing

Monatlich neu:  “Go for the 100!”-Newsletter für Inhaber aus dem Mittelstand

Werden Sie zur Nr. 1 bei Ihrer Zielgruppe