Besuch des 29. Essener ComIN Talk

Er ist der Star des Abends:

Pepper, “die humanoide künstliche Intelligenz” – so nennt ihn zumindest Chris Dunker, Vertriebler vom Wuppertaler Start-Up Entrance GmbH. Pepper ist ungefähr so groß wie ein 6jähriges Kind. Er legt den Kopf kokett in den Nacken, wenn man mit ihm spricht und starrt einen scheinbar aufmerksam aus  Riesenaugen an. Auf uns Umstehende wirkt er tatsächlich menschlich, was am Deutlichsten wird, als sich die ca. 8jährige Tochter der Catering-Betreiberin des Abends vor ihn stellt. Schüchtern zunächst, dann immer mutiger fragt sie: “Wie alt bin ich?” Offensichtlich ist sie fasziniert. Sie weicht dem merkwürdigen Plastikmenschen nicht mehr von der Seite. Leider  reagiert Pepper deutlich besser auf tiefe Stimmen: das dünne Stimmchen der Kleinen löst bei ihm keine Reaktion aus. Die Kleine ist enttäuscht, weil er ihr nicht antwortet.

So menschlich wie Pepper wirkt, so leicht ist zu vergessen, dass es sich um eine Maschine handelt. Und zwar um eine, die nur genauso klug ist wie die Algorithmen, die ihm von findigen Programmierern eingespeist wurden. Was uns nicht davon abhält, ihn wie ein putziges menschliches Wesen zu empfinden, wie Julia Koch, Geschäftsführerin der Entrance GmbH und Vortragende an diesem Themenabend, gesteht. Für sie ist Pepper ein Team-Mitglied – ein vollwertiger Nachwuchs im Wuppertaler-Entrance Team, einer bei dem es sich mittlerweile so anfühlt als habe sie eine persönliche Beziehung zu ihm.

Im Vortrag an diesem Abend beim 29. ComIn Talk in der Essener Karolingerstraße 96 wird klar: Wir projizieren Dinge in Pepper hinein. Das ist aber allein unsere Sache und nichts, was in der Maschine per se angelegt ist. Programmierer sehen das deutlich nüchterner. Für sie ist Pepper eine logische Maschine, programmiert in Python und C++. Wenn Pepper tanzt – jawohl, das kann er -, dann läuft nichts anderes in ihm ab als eine Sequenz an Befehlen. Vier Tage dauert es, Pepper das Tanzen einzuprogrammieren. Jede einzelne Bewegung wird dabei angelegt: Arm links hoch, Arm rechts runter, Augen dabei blinken lassen – das ist eine Mini-Sequenz im komplexen Ablauf, wie bei einem Drehbuch einzeln ausgedacht. Nur dass der Drehbuchautor in diesem Fall der Programmierer ist. Der übrigens auch manchmal seine spezielle Art von Humor in die Maschine hineingibt:  “Hast du Durst?” fragt der Entrance-Vertriebler Chris Dunker. Und Pepper antwortet gehorsam: “Ja. Bitte ein Bit.” Humor auf ‘Programmierisch’.

Und nach uns die Roboter? Wo wir hinsteuern

Die Diskussion bei diesem 29. ComIn Talk, der bezeichnenderweise im Raum “Nixdorf” stattfindet, ist kontrovers. Eingeladen hat das Essener Innovations-Förderungszentrum Camp Essen, ebenfalls in der Karolinger Straße ansässig, und der IT Networker Verband NRW. Es gibt einen Vortrag vom Bonner Professor für angewandte Ethik Dr. Bert Heinrich über die moralischen Grenzen von künstlicher Intelligenz und eine hochkarätig besetzte Podiumsrunde. Teilnehmer sind der Juniorprofessor für Informatik an der Universität Duisburg-Essen, Dr. Dr. Stefan Schneegaß, sowie Marcel Hafke, Mitglied des Landtags sowie stv. Fraktionsvorsitzender der FDP und Sprecher für Digitalisierung. Dazu die beiden vorherigen Vortragenden Julia Koch von der Entrance GmbH, die Pepper vorgestellt hatte, und Professor Dr. Heinrich. “Kann man eine Maschine in ein Gefängnis stecken? Aber das würde sie doch gar nicht stören?” “Wer haftet für Schäden, die durch die Maschine verursacht werden?” Solche und ähnliche Fragen beschäftigen Podium und Publikum. Eine Frage, die umso drängere Aktualität erhält, als dass die Nachrichten am gleichen 19.03.18 den ersten tödlich ausgegangenen Unfall beim autonomen Fahren vermelden – ein von Uber erprobtes autonom fahrendes Auto hat eine die Straße überquerende Frau überfahren. Sie starb im Krankenhaus an ihren Verletzungen. “Wenn ein Hund einen Menschen beißt, dann machen wir ja auch nicht den Hund dafür verantwortlich, sondern den Halter”, stellt Prof. Dr. Heinrich fest. Er spitzt die Diskussion über die moralischen Grenzen von künstlicher Intelligenz auf die eine Frage zu: “Können Maschinen Mitglied in der ‘moral community’ werden?” – sprich: kommen wir irgendwann dahin, dass auch die Maschinen Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen?

Die Podiumsdiskussion bleibt ohne Antwort auf solche und andere Fragen an diesem Abend, aber eines wird klar: Die Zukunft hat längst begonnen. Die Politik hinkt dabei der Gesellschaft hinterher, wie der FDP-Sprecher für Digitalisierung in NRW Marcel Hafke einräumt. Ihm zufolge geht es da noch lange nicht um solche Fragen, sondern erstmal um Grundlagen. “Wir müssen jetzt überhaupt mal die Infrastruktur für Digitalisierung bereitstellen.”

Während der hitzig geführten Debatte steht Pepper am Rand des Podiums. Er scheint aufmerksam zu lauschen. Seine Glieder bewegen sich von Zeit zu Zeit rhythmisch. Noch etwas, das ihn sehr menschlich wirken lässt. Für die Betreiber von Pepper, die Entrance-Vertreter an diesem Abend, hat sich die Zukunft längst entschieden.  Sie diskutieren mittlerweile mit großen Firmen wie Smart und Nestlé Deutschland und Europa über seinen Einsatz, vor allem im Service. Jede Wette dass wir Pepper demnächst häufiger begegnen werden.

Links zum Artikel

Kategorien

Kunden Beispiele

Ich staune noch heute, mit welcher Klarheit uns Paula Brandt innerhalb kurzer Zeit zu unserem neuen Geschäftsmodell geführt hat. Sie scheint die Fähigkeit zu haben, in alles Strukturen hereinzubringen.

CEO, Infrastruktur Beratung

Das Allerwichtigste? Wir haben unsere KPIs endlich erreicht. Aber ehrlich gesagt war mir das Feedback einer meiner Führungskräfte noch wichtiger: ‚Sie haben die Herzen der Mitarbeiter erreicht.‘ Jemals dahin zu kommen hätte ich vor den Sparring-Sitzungen mit Paula Brandt ganz bestimmt nicht erwartet.

Geschäftsführer, Auslandsniederlassung Technologie-Konzern

Endlich mal nicht so ein Kästchenmaler. Paula Brandt hebt sich angenehm von anderen Strategieberatern ab, weil sie 100% Pragmatismus mitbringt. Aus meiner Sicht hat sie eine Alleinstellung.

Geschäftsführer, Maschinenbau-Unternehmen

Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen. Es war nicht nur fachlich zielführend, sondern auch eine Bereicherung, Sie als Persönlichkeit kennen gelernt zu haben.

Vertriebsleiter, Rechenzentrum

Ihr direkter Draht zu uns

Zeche Zollverein Katernberger Straße 107 45327 Essen

Phone: +49 201 299 799 88

Web: www.paula-brandt.de

Monatlich neu:  “Go for the 100!”-Newsletter für Inhaber aus dem Mittelstand

Werden Sie zur Nr. 1 bei Ihrer Zielgruppe