Rebecca, was ist dein WHY I CARE?

Gründerin und CEO der Eiscreme-Marke NOMOO – Speiseeis ohne Kuh

„Ein Liter Kuhmilch verursacht dreimal so viel CO2-Ausstoß wie ein Liter Kokosmilch. Was lag also näher, als sich vegan zu ernähren?“

Aber: Vegane Ernährung war damals, 2016 bei Gründung von NOMOO, noch kein Genuss. Deshalb lautet die Mission von Rebecca heute:

„Wir wollen der Tesla unter den Eismarken sein.“

Rebecca Göckel, Founder & CEO NOMOO GmbH, nachzulesen auch in www.gründen.nrw

NOMOO steht für „Milch ohne Kuh“. Mein erster Gedanke, als Rebecca mir diesen Namen erklärte, war spontan: „Das ist aber mal ein genialer Markenname.“ Seit ich sie und ihr Unternehmen NOMOO in WHY I CARE vorgestellt habe, sprechen mich viele auf sie an. O-Ton: „Das Erdnuss-Eis von ihnen ist meine Lieblingssorte Eis.“ So stammt das Foto vom Titelslider von einem „Fan“ von ihnen, die über meine LinkedIn-Posts auf NOMOO aufmerksam geworden war.

Ich kenne Rebecca Göckel ursprünglich aus einer gemeinsamen Unternehmergruppe. Mich hat gleich beeindruckt, wie sie zu einem Treffen in Köln mit Fahrrad kam und erklärte, dass das Teil ihres Lebensstils ist: Kein Auto zu haben und minimalistisch zu leben, auch in Punkto Konsum, Kleidung etc.

Mir war sofort klar, dass ich mehr über ihr Konzept erfahren wollte. Später habe ich dann auch ihren Partner Jan Grabow kennengelernt und mehr über die Gründungsgeschichte und die Philosophie von NOMOO erfahren. Voilà!

Treffen in Corona-Times…

Der Tesla unter den Eismarken

R

ebecca war erst 20 Jahre alt, hatte sie sich mit ihrem künftigen Mitgründer die Lebensmittel im Supermarkt unter dem Fokus CO2- und Verpackungsmaterial einzusparen angeschaut hatte – und war schließlich bei Eiscreme gelandet. Ihre Vision: Ein Lebensmittel neu zu erfinden, das sehr gut schmeckt und gleichzeitig die Umwelt weniger belastet als die bisherigen Vorgänger-Produkte. Das ist gelungen – NOMOO ist heute eine echte Marke im Lebensmittel-Markt.

Fakten rund ums Unternehmen

  • Gründung der GmbH: 2016
  • Standort: Köln
  • Branchen: Lebensmittel
  • Im November 2021 bei der Schweizer Höhle der Löwen zu Gast
  • Gründer Rebecca Göckel und Jan Grabow.

Das WHY I CARE von NOMOO

Das Anliegen, etwas für die Umwelt zu tun, hatte sich schon während des Studiums von Rebecca zum Bachelor in Medien und Kommunikation herauskristallisiert, als sie und ihr Mitgründer Jan Grabow die Dokumentation Cowspiracy gesehen hatten. Sie wollten CO2-Emissionen einsparen und Menschen die Möglichkeit geben, sich nachhaltiger und genussvoller zugleich zu ernähren.

Bericht im -> Kölner Express: Deshalb hat die Beteiligung nicht geklappt

Erfolgsfaktor Mindset – wie kommt jemand mit Mitte 20 dahin?

Besonders spannend finde ich immer bei Menschen wie Rebecca, die sehr früh ein WHY I CARE verfolgen, wie sie dahin gekommen sind. Was hat sie geprägt?

Wenn ich mir etwas vornehme…

Was sind die Eigenschaften, die Rebecca ausmachen und die sich schon früh gezeigt haben? Sicherlich Ehrgeiz, vor allem aber auch Disziplin – und Optimismus, Leichtigkeit. Bei Begegnungen mit Rebecca fällt mir jedes mal wieder auf, wie sympathisch sie ist. Was ist ihre Geschichte?

  • Sie wusste früh, was sie wollte und hat Ziele mit Durchhaltevermögen und Energie verfolgt:
    • Schon im frühen Kindesalter hat sie zahlreiche Preise bei großen Klavierwettbewerben erspielt
    • Seit sie 15 Jahre war, hat sie die Moderationsakademie von Carmen Thomas besucht, die in den 70er Jahren als erste Frau das aktuelle Sportstudio moderierte und fortan zu ihrer Mentorin wurde. Die Akademie von Carmen Thomas war im Wohnort ihrer Großmutter – es sagt viel über Rebecca aus, dass sie schon mit 15 den Mut hatte, direkt auf diese Frau zuzugehen.
  • Noch als Studenten haben Rebecca und Jan ihre Eis-Produktion parallel zum Studium gestartet. Das bedeutete viel Stress, wenig Geld und große Doppelbelastung.

Ob es das Fahrrad in der Stadt ist, der grüne Strom oder Kleidung, die über mehrere Jahre hält: Die Überzeugung von Rebecca ist, dass jeder einzelne einen Beitrag leisten kann, auch privat.

Rebecca beim Herbst-Event unserer Unternehmergruppe

Nach wie vor ist Rebeccas Lebensstil minimalistisch, denn Nachhaltigkeit bedeutet für sie auch, den eigenen Konsum zu reduzieren.

Wie große Ziele entstehen

Aktuell expandieren Rebecca und Jan mit ihrer Marke ins Ausland

Beruflich möchte Rebecca ein großes Zeichen setzen und den gesamten Markt für Milchspeiseeis verändern. Sie ist sich sicher, dass pflanzliches Eis in 10 bis 20 Jahren der neue Standard sein wird und findet, dass jede Kategorie im Lebensmittelbereich nachhaltiger, gesünder und gleichzeitig genussvoll werden sollte.

Getrieben zum heutigen Geschäftsmodell hat sie diese Erkenntnis: „Mir war damals noch nicht bewusst, wie sehr die tierische Ernährung, beziehungsweise Viehzucht und Agrarwirtschaft ein Treiber für den Klimawandel sind. Ich dachte immer, ein nachhaltiges Leben ist Mülltrennung, grünen Strom nutzen und möglichst wenig fliegen und Auto fahren. Als wir dann in der Doku beispielsweise gesehen haben, dass der Verzehr eines Fleisch-Burgers dieselben Folgen hat, wie sage und schreibe 250 Mal duschen im Jahr, war ich baff“, erklärt sie im Interview mit dem -> Kölner Express.

Ein WHY I CARE führt zum Experimentieren:

„Wir waren ja keine Lebensmitteltechnologen, aber dachten uns, dass wir uns im Eisbereich ruhig etwas zutrauen können, weil es auch diverse Rezeptbücher für pflanzliches Eis gibt. Dann haben wir einfach mal ein bisschen in der Küche experimentiert“, beschreibt Rebecca die Entstehung der Idee zum veganen „Nomoo“-Eis im Interview.

Live erleben: Einfach
auch menschlich sympathisch

Die Fotos stammen von einem gemeinsamen Herbst-Event von unserer Unternehmergruppe Anfang Oktober 2021. Für Spaß war gesorgt – bei der gemeinsamen Produktion von Kürbissen für Halloween.

Beim
gemeinsamen
Herbst-Event

Fun während
der Arbeit
am Kürbis
Ernsthaft
und gar nicht so leicht:
Halloween-Kürbisse schnitzen

Websites:
www.nomoo.de

Adresse:
NRDS GmbH
Hospeltstraße 32
50825 Köln
hallo@nomoo.de

Bist du mit dabei?

Warum mache ich diese Initative? Damit soviele wie möglich das WHY I CARE dieser großartigen Unternehmer*innen hören und ihrem Beispiel folgen. Alleine hätte ich das Buch nicht machen können. Es ging nur durch all diejenigen, die es mitgetragen haben und mutig ihr Beispiel an die Welt zeigen. Ich wollte, ich hätte damals selber als IT-Unternehmerin von solchen Vorbildern lernen können.

Was ich dir hier zeige, ist nicht perfekt. Es geht nicht um einen durchgestylten Auftritt wie bei den Dirk Kreuters, Felix Thönessens und den Bauligs dieser Welt. Was du hier und auf den Unterseiten finden wirst, sind echte Bilder und Geschichten, mit denen wir gemeinsam zeigen wollen, dass wir etwas tun. Wir sind viele – wir sind Impact-Unternehmer*Innen von um die Ecke bei dir. Kein Unicorn, sondern bodenständig, anfassbar. Und wir werden immer mehr.

Willst du auch mitmachen? Dann melde dich bei mir und komme ins nächste Porträt.